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Bei einer Kirchenvisitation im Jahr 1911 fiel von der zweiten Empore eine Wachskerze ins Kirchenschiff, ohne dort Schaden anzurichten. Dieser kleine Vorfall war jedoch Anlass, sich nunmehr ernsthaft mit einer elektrischen Beleuchtung der Kirche zu befassen. Noch im laufenden Jahr wurde die elektrische Anlage eingebaut. Die Installation der beiden Kronleuchter stiftete ein Gemeindemitglied.

Im Jahr 1921 erfolgte eine umfangreiche Renovierung des Kircheninneren. Die Emporen über und hinter der Kanzel wurden entfernt, die zweite Empore auch über dem Chorraum, um Platz zu machen für den Prospekt der neuen Orgel. Die beiden Emporen wurden vom Orgelraum aus mit einem Aufgang verbunden. Hinter dem Altar wurde eine Wand errichtet und die entstandene Nische mit einem Bogen abgeschlossen. Die sogenannte Jägerkapelle erhielt ein Gestühl und eine hölzerne Wandverkleidung. Die Decke wurde gelbgrau und die Wände graublau gestrichen. Die Emporen und das Gestühl erhielten einen braunen Farbanstrich.

Im Jahr 1934 wurde eine neue Kirchenheizung eingebaut und das Kirchenschiff erhielt das zwar bequeme, aber doch recht unschöne "Kinosesselgestühl".

Eine umfassende, mit wesentlichen Änderungen des Kircheninneren verbundene Renovierung erfolgt 1953. Die zweite Empore wurde gänzlich entfernt, der Chorraum vergrößert und neue Kirchenfenster eingesetzt. Die Decke und alle Wände und Nischen erhielten einen hellen, fast weißen Farbanstrich. Die Kirche bekam dadurch gegenüber dem bisherigen, etwas düsterem Graublau ein helles und freundliches Aussehen.

Für die Kirchenheizung musste 1958 ein neuer Heizkessel eingebaut werden.

Der Kanzelaltar, der die Kirche seit der Erweiterung 1728 prägte, musste 1976 auf baupolizeiliche Anordnung hin entfernt werden, da er vom Schwamm befallen war. Die sogenannte Jägerkapelle wurde später zum Kircheninneren hin verkleidet und diente als Mitarbeiterraum. Die Rittergutskapelle war im nachhinein Ehrenloge für die Kriegsgefallenen und dient heute während des Gottesdienstes als Familienraum.

Da der alte Heizungskessel defekt war und nicht mehr repariert werden konnte, wurde 1995 eine Gasheizung installiert.

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