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Dezember
Wofür ist unser Dankopfer am Heilig Abend bestimmt?
Dieses Jahr wollen wir die Hälfte unseres Dankopfers am Heiligen Abend für die vielfältigen Aufgaben in unserer Kirchgemeinde einsetzen. Die andere Hälfte wollen wir für die Patenschaftsarbeit des Missionswerkes Frohe Botschaft e.V. (MfB) in Großalmerode aufwenden. Dieses Missionswerk setzt sich mit einem großen Engagement für Waisenkinder (meist sind es Kinder, die durch Aids ihre Eltern verloren haben) in Uganda, Kenia und Ruanda ein.

Meine Frau und ich haben dies selbst erlebt, als wir über viele Jahre ein Patenkind in Uganda hatten und durch regelmäßige Spenden diesem Jungen eine Schulbildung ermöglichen konnten.
Die Patenkinder werden vor Ort durch die Mitarbeiter des MfB betreut und besucht. Einmal im Jahr sind diese Kinder auch zu Freizeiten eingeladen, wo sie Post und Pakete von ihren Pateneltern erhalten, auf denen sie medizinisch versorgt werden und wo ihnen die gute Nachricht von Jesus nahe gebracht und vermittelt wird. Sie haben in dieser Freizeit auch eine tolle Gemeinschaft, die ihnen Kraft und Freude für ihren Alltag gibt. Die Pateneltern erhalten regelmäßig Berichte über die familiäre Situation, sowie schulische und gesundheitliche Entwicklung der Kinder. Die Kinder selbst schreiben meist auf den Freizeiten Briefe an ihre Pateneltern.

Wir wollen diese Arbeit durch unser Dankopfer unterstützen.
Ihr Pierre Große

Am Ende des Jahres blicken wir dankbar auf die Arbeit in der Kirchgemeinde Wittgensdorf zurück. Gott gab uns Mut, Kraft und Freude, den großen Herausforderungen zu begegnen, wie auch den vielfältigen Diensten und unterschiedlichen Menschen gerecht zu werden.
Als neue Mitarbeiter haben wir viele Traditionen und Personen kennen gelernt und sind schon ein ganzes Stück in die Gemeindearbeit hineingewachsen. Wir bitten um Nachsicht, wenn nicht alles so gelungen ist, wie es hätte sein müssen. Für alle hilfreiche Korrektur sind wir dankbar.
Vor allem freuen wir uns über die vielen Ehrenamtlichen, die mit großer Liebe ihre Gaben einbringen. Herzlichen Dank für Ihre Beiträge, Spenden, das Kirchgeld, Ihre Fürbitte und Ihren Dienst in welcher Weise auch immer!

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Christfest und eine gute Zusammenarbeit im neuen Jahr!
Ihr Gemeindereferent Pierre Große
Ihr Pfarrer Matthias Kaube

 
Juli
Unser Friedhof

Unser Friedhof ist ein Ort, wo Menschen, die ihr Leben beendet haben, ihre letzte Ruhestätte finden. Er ist aber auch der Ort, wo die Hinterbliebenen die schwere Arbeit ihrer persönlichen Trauer erleben. Gehen Sie doch einmal in einer ruhigen Minute über unseren Friedhof und sehen Sie sich um! Sie werden viel Schönes entdecken.

Sie werden aber auch merken, dass noch so manche Baumaßnahme an der Friedhofshalle, auf den Wegen und an den Friedhofsmauern erfolgen muss. Dieses Jahr haben wir auf Grund der prekären finanziellen Lage unseres Friedhofs keine Fördermittel zur Fortsetzung der Bauarbeiten bekommen können. Deshalb sind wir immer wieder dankbar, wenn wir durch kleine oder größere Spenden wieder ein klein wenig an unserem Friedhof investieren können. Wenn Sie helfen wollen, können Sie dies gern tun, indem Sie entweder eine Spende im Pfarramt abgeben oder auch in einem gesonderten Umschlag mit der Aufschrift: „Bauspende Friedhof“ in die Kollekte einlegen.

Unser Friedhof wird von unserem Friedhofsmeister Herrn Lauterbach und seiner Mitarbeiterin Frau Riemann mit viel Liebe und persönlichem Engagement gepflegt. Deshalb ist es für uns sehr schmerzlich, dass wir die beiden Mitarbeiter, ebenfalls wegen der schlechten finanziellen Lage unseres Friedhofs, ab August (Herrn Lauterbach) und ab Mitte Oktober (Frau Riemann) von ihrem Arbeitsumfang her kürzen müssen. Deshalb bitten wir Sie ganz herzlich um Ihr Verständnis, dass bisherige Arbeiten nunmehr in geringerem Umfang erfolgen müssen.
Wir werden auch in den folgenden Gemeindeblättern über unseren Friedhof weiter berichten.

Pierre Große

 
Mai
Ich bin ein Kind Gottes - Gedanken zum Monatsspruch

„Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.“ Gal. 3,26

Im Lauf des Kirchenjahres sind wir immer noch in der österlichen Freudenzeit. Mein Herz ist noch angefüllt von der Freude des Osterfestes und manchmal bin ich etwas traurig, dass das Osterfest nun schon wieder zwei Wochen zurück liegt. Wie gut, dass unser neuer Monatsspruch mich daran noch einmal erinnert.

Ich begegne ganz vielen Menschen, die mir alle möglichen Gründe nennen, warum sie nicht glauben können. Da sind Kriege oder kriegerische Auseinandersetzungen, aber auch Krankheit und Leid auf dieser Welt, die es vielen Menschen scheinbar unmöglich machen an Gott zu glauben. Das Leid dieser Welt ist von uns Menschen selbst verursachtes Leid. Durch unsere Selbstherrlichkeit und unsere bewusste Trennung von Gott lassen wir dem Bösen in dieser Welt mehr Spielraum, als uns selbst das immer lieb ist.

Wie gut haben es Kinder, die sich ihrer Mutter oder ihrem Vater bedingungslos anvertrauen. Haben sie gute Eltern, dann wird dieses Vertrauen auch nicht enttäuscht. Da werden Kinder immer wieder gern zu ihren Eltern kommen, auch wenn sie der unmittelbaren Fürsorge entwachsen sind. So erlebe ich das persönlich auch immer wieder mit Gott. Wenn ich mich ihm anvertraue, als dem Vater, der für mich mehr als nur den einen oder anderen Schritt meines Alltags, sondern mein ganzes Leben regelt, dann erfahre ich immer wieder, wie viele kritische und undurchsichtige Situationen sich auf einmal entschärfen. Mein Alltag wird mit Freude aber auch mancher Gelassenheit gefüllt, die ich vorher so nicht gekannt habe. Ich freue mich, wenn ich in Wittgensdorf solche getragenen Gotteskinder treffe. Ich will Ihnen Mut machen, auch Menschen, die diese unbeschwerte Gotteskindschaft so nicht kennen oder gerade an ihr zweifeln, davon zu erzählen. Mancher Berg wird dann zum Hügelchen und manches Problemfeld zum Problemchen, das sich manchmal sogar selbst erledigt.
Zugegeben, das hält nicht immer an. Da kommen auch wieder Zeiten des Zweifelns. Oft bin ich auch als Gotteskind meinem eigenen Willen und Vollbringen ausgeliefert. Dann geht es mir, wie dem unartigen Kind, das mit seinen Eltern schmollt. Hoffentlich laufe ich dann nicht weg, sondern kehre wieder zurück in das Vaterhaus, in dem ich gemeinsam mit vielen anderen Christen geborgen sein darf.

Diese Erfahrung wünsche ich uns mit dem Wort, das über dem Monat Mai steht, jeden Tag neu.
Ihr Pierre Große

 
April
Liebe Freunde,
von Herzen Dank sagen möchte ich – auch im Namen meiner Frau – für alle Grüße, Blumen, Geschenke anlässlich meiner Verabschiedung am 5. März. Wir danken allen, die für uns gebetet haben, jetzt zu meinem „offiziellen“ Dienstende und überhaupt in den vergangenen Jahren.

Wir waren und sind gern in Wittgensdorf, in unserer Kirchgemeinde. Für unsere vier Kinder war auch die Gemeinde ihr Zuhause.
Für alles wollen wir Gott danken, über allem geben wir Gott die Ehre:
Dass Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer zum Glauben an Gott, an Jesus gefunden haben und darin gewachsen sind,
dass viele in der Gemeinde mitgearbeitet, sich mit ihren Gaben, ihrer Zeit, ihrem Geld eingebracht, praktische Hilfe geleistet, andere besucht, Anteil genommen, Anteil gegeben und mit gebetet haben.

Was mich betrifft, so möchte ich mir das Wort von Jesus aus Lukas 17,10 zu eigen machen: „Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.“

Mir ist klar, dass ich nicht allen Erwartungen entsprochen habe. Es tut mir auch Leid, dass ich nicht die Zeit gefunden habe, viele Kirchgemeindeglieder zu besuchen.

Wie Gott meinen Dienst in den über 24 Jahren sieht, das kann und will ich nicht beurteilen. Ich brauche es auch nicht. Ich lebe und arbeite ohnehin nur aus Gottes Gnade. Die Gnade Gottes ist für den weiteren Weg der Kirchgemeinde der tragfähige Grund zur Freude, zu einem versöhnten Zusammenleben und -arbeiten, zur Hoffnung.

Der lebendige Gott will unter uns und durch uns wirken: Mit seinen Gnadengaben, mit seiner unerschütterlichen Liebe, mit seinem Heiligen Geist. Wenn wir echt dafür offen sind, brauchen wir uns um die Zukunft der Gemeinde keine Sorgen zu machen – trotz aller Feindschaft gegen Gott und seine Gebote, trotz aller Gleichgültigkeit und dem Werteverfall in unserer Gesellschaft.

Ich bin froh und dankbar, dass mein Dienst als Pfarrer der Gemeinde in so guter Weise durch Pfarrer Matthias Kaube und durch Pierre Große als Gemeindereferent und Prädikant weitergeführt wird.

Im Glauben verbunden grüßen herzlich Gisela Beyer und

 
März
Liebe Freunde,
es ist soweit: Nach all den Überlegungen, Gebeten, Gesprächen und Informationen der vergangenen Monate über die Zukunft der Wittgensdorfer Gemeinde beginnt Pierre Große, Prädikant in der Sächsischen Landeskirche, mit 1.3.2006 seine Tätigkeit (zu 50 %) als Gemeindereferent in den Schwesternkirchgemeinden Wittgensdorf und Auerswalde mit Schwerpunkt Wittgensdorf. Ich freue mich, dass Pierre und Uta Große bereit waren, sich in unsere Gemeinde rufen zu lassen. Wir danken allen, die durch ihre finanzielle Unterstützung die Möglichkeit geschaffen haben und weiterhin erhalten, dass Pierre Große auf Honorarbasis bezahlt werden kann. Denn aufgrund von Sparmaßnahmen und Strukturreformen wird er nicht von der Landeskirche finanziert.

Es ist soweit: Mit Beginn meines Ruhestands Ende März gibt es für Wittgensdorf und Auerswalde ab 1.4.2006 nur noch einen Pfarrer – Matthias Kaube. Schon in der Vergangenheit war ich dankbar für die gute Zusammenarbeit mit ihm und der Nachbargemeinde Auerswalde. So freue ich mich, dass er es ist, der die Pfarrernachfolge antritt. Ebenso freut mich, dass er in seinen vielfältigen Aufgaben von Pierre Große unterstützt wird.

All diese Veränderungen erfordern Mut, neue Wege zu gehen, Bereitschaft zur Mitarbeit und Offenheit gegenüber anderen und gegenüber Gott – im Gebet. Viele von Ihnen haben ihre finanzielle Mitarbeit bereits deutlich durch Einzugsermächtigungen und Spenden für den Personalfonds ausgedrückt. Für die Mitarbeit in anderen Bereichen wünsche ich Ihnen ebenso viel Offenheit und Mut. Gott gebe Ihnen Freude und Weisheit, in der Gemeinschaft mit anderen Ihre Gaben und Fähigkeiten für unseren Ort und die Kirchgemeinde einzusetzen.

Schließlich: Es ist soweit – im Gottesdienst am 5.3.2006 werde ich aus dem Dienst verabschiedet, Pierre Große für seinen Dienst eingesegnet und Matthias Kaube auch als Pfarrer von Wittgensdorf eingesetzt. Zu dem Gottesdienst um 14 Uhr und der anschließenden Grußstunde lade ich Sie herzlich ein!

 
Januar

Liebe Freunde,
Beziehungen sind das Wichtigste im Leben. Damit meine ich nicht die Beziehungen, die wir brauchen, um bestimmte Sachen oder eine neue Arbeitsstelle zu kriegen. Ich denke an die lebenswichtigen Beziehungen zwischen Personen. Die liebevollen Beziehungen der Eltern bedeuten für Kinder einfach alles.

Daran kann uns auch das nebenstehende Bild erinnern. Matthias Ullmann lässt seinen Nils garantiert nicht fallen. Und Nils – voll und ganz vertraut er seinem Vater.

Genauso können wir uns auf Gott verlassen. Gott lässt uns nicht fallen, wenn wir arbeitslos oder wenn wir schon lange krank sind. Gott lässt uns nicht sinken, wenn die Arbeit über unseren Kopf wie eine Flut zusammenschlägt. Wenn eine freundschaftliche, eine liebevolle Beziehung zu Bruch geht, sind wir im Innersten tief verletzt. Besonders erlebt das ein Ehepartner, wenn der andere ihn innerlich „fallen lässt“ und dann auch äußerlich verlässt.

Gott tut das nie! Woher ich das so genau weiß? Das sagt uns die Bibel zum Beispiel in Josua 1,5b, der Jahreslosung für 2006:
Gott spricht:
Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.

Diese Verheißung Gottes ist oft nicht direkt sichtbar, aber sie ist erfahrbar. Gott macht keine leeren Versprechungen – dafür kann ich mich verbürgen. Allerdings hat Gott meine Bürgschaft nicht nötig. Gott hat die zuverlässige Wahrheit dieser seiner Worte selbst dokumentiert durch das Leben, Sterben und Auferstehen seines Sohnes Jesus Christus.

Können Sie die Jahreslosung ganz persönlich hören und für sich selbst in Anspruch nehmen? Dafür will ich mit beten.
Gott ist nicht unbedingt auf uns angewiesen. Aber wenn wir in der Einheit mit Gottes Willen denken und handeln wollen, stellt sich schon die Frage: Wie sind wir für Menschen in Wittgensdorf da, die sich verlassen fühlen oder wirklich ganz verlassen sind?

Für das begonnene Jahr wünsche ich Ihnen, dass Sie auch angesichts großer Probleme und Schwierigkeiten das Vertrauen festhalten können: Gott lässt mich nicht fallen und verlässt mich nicht.